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Ein kleiner Einstieg: Regionalwährungen/Regionalgeld

Regionalwährungen gehören genau wie die Tauschringe und die Zeitbanken zu den alternativen, komplementären Wirtschaftssystemen. Regionalwährungen ersetzten das gesetzliche Zahlungsmittel nicht, sondern ergänzen dieses in einer definierten Region. Den räumlichen Bezug findet man häufig im Namen der Währungen wieder: Uckertaler, Havelblüte/ Oderblüte, Chiemgauer, Berliner, Elbtaler und Lausitzer sind einige Beispiele.

Aufgrund der begrenzten regionalen Einsetzbarkeit kann Regionalgeld im Gegensatz zum Euro nicht aus der Region abfließen - genau das ist das Ziel der Regionalwährungen - sie halten die Kaufkraft der Bevölkerung in der Region, fördern regionale Wirtschaftskreisläufe. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen profitieren vom Regionalgeld - sie werden unabhängiger von außerregionalen Ereignissen. Deshalb entstehen Regionalgeldsysteme auch besonders in Zeiten internationaler Wirtschaftskrisen, in besonders wirtschafts- und strukturschwachen Regionen und werden vielfach von Globalisierungsgegnern gegründet.

Neben dem rein wirtschaftlichen Mehrwert etablieren sich Regionalwährungen auch zunehmend als soziales Regionalentwicklungsinstrument, als Alleinstellungsmerkmal und Marketinginstrument für Regionen.

Wie funktioniert ein Regiogeld?

Es gibt verschiedene Regionalgeldsysteme, weshalb eine allgemeingültige Beschreibung schwierig ist. Verschiedene Grundstrukturen lassen sich kurz darstellen:

Leistungsgedecktes Regionalgeld, z.B die Havelblüte (seit 2006)

Euro-gedecktes Regionalgeld, z.B. der Chiemgauer (seit 2003)

Leistungsgedecktes Regionalgeld mit der Möglichkeit des Euro-Eintausches, z.B. der Urstromtaler (seit 2004)

Euro-gedecktes Regionalgeld in Verknüpfung mit einem leistungsgedeckten Tauschring, z.B. der Sternthaler