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Leistungstausch

Wie den Tausch organisieren ?

 

Die Zeitbank ist kein Kreditinstitut und bietet daher auch keine Finanzdienstleistung an. Grundlage ist ein Geldloses Zeittauschsystem. „ Währung" für die Verrechnung von Hilfsleistungen ist allein die aufgewandte bzw. in Anspruch genommene persönliche Zeit, unabhängig vom Inhalt oder der Qualifikation der Hilfeleistung. Jeder bietet das an, was er gut kann. Zeitguthaben könne nicht in Euro und umgekehrt Euro in Zeitguthaben umgewandelt werden. Ausnahmen : Kauf oder Spende von Zeitguthaben. Bei nachgewiesenem Umzug wird versucht, die Zeitguthaben auf eine ähnliche Zeitbank - Einrichtung zu übertragen. Die Zeitguthaben und -schulden jedes Mitgliedes werden ausschließlich über die ZB verrechnet und nicht zwischen den einzelnen Mitgliedern selbst. Der Kontakt zwischen dem Hilfeanbieter und -nutzer kann erfolgen mittels

 

  • Nachschlagen im Angebotskatalog

  • durch Vermittlung des Mitarbeiters im Büro der ZB

  • eine freie Kontaktaufnahme zwischen den Mitgliedern, die sich bereits kennen.

 

Persönliches Gespräch

 

Jedes Mitglied kann Einblick in den Kontostand eines jeden Mitgliedes, sowie in das Verzeichnis der Angebote und der Mitglieder nehmen, welche laufend aktualisiert werden. Der Austausch von Zeit und Hilfe geht folgendermaßen vor sich: nach Absprach über Art, Ort und Zeit der Hilfe und ihrer Durchführung:

  1. Der Nutzer füllt den eigenen Stundenbeleg aus. Daraufhin übergibt er dem Hilfeerbringer zwei Stundenbelege. Dieser behält einen Abschnitt für sich, als Dokument für einen späteren Gebrauch, den anderen übergibt er der ZB zur Registrierung der Hilfeleistung.

  2. Auch der Nutzer behält einen Abschnitt als Dokument.

Eine Stunde Hilfe ganz gleich welcher Art ist immer eine Stunde wert. Es werden Stunden und halbe Stunden verrechnet.

Es ist nicht notwendig, ein Guthaben zu besitzen, bevor man eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Kein Mitglied ist verpflichtet ein Hilfsangebot oder eine Hilfsforderung anzunehmen. Um Konflikte zu vermeiden, ist es ratsam, die durchzuführende Hilfe bereits vorher genau zu besprechen. Die Hilfe wird unter Berücksichtigung von Fachkompetenz, von Verfügbarkeit, aber ohne besondere Professionalitätserwartung ausgetausch. Im Falle von Unstimmigkeiten können sich die Beteiligten an eine Schiedsgruppe wenden. Für das Ausleihen von Gegenständen wird zwischen Hilfeerbringer und -nutzer ein Gegenwert in Stunden festgelegt. Fahrzeiten zum und vom Ort des Austausches kann eventuell berechnet werden, je nach Vereinbarung der Beteiligten. Von jedem Guthaben, obwohl es persönlich ist, können für Hilfe an andere Mitglieder der gleichen Familie Abbuchungen vom Zeitkonto vorgenommen werden.

Hilfen oder Leihgaben, welche von Vereinen, Genossenschaften, Zirkeln, Gruppen u.s.w. im Rahmen der ZB angefordert werden, müssen der gesamten Körperschaft zugute kommen und nicht einzelnen Mitgliedern. Das Material, welches für die Durchführung der Hilfe angekauft werden muß, zahlt der Antragsteller.

 

Im Falle einer Hilfe für mehrere Personen gleichzeitig stehen dem Hilfeerbringer einmal die vereinbarten Stunden zu. Die gleiche Stundenzahl geht zu Lasten jedes Empfängers besagter Hilfe. Die überschüssigen Stunde gehen als Stundenkapital an die ZB.

 

Jedes Mitglied muss sich um ein ausgewogenen Kontostand bemühen. Jeder der ein Guthaben oder eine Schuld von 20 Stunden überschreitet, wird dem Vorstand gemeldet; dieser suspendiert den Betreffenden zeitweilig vom Empfang b.z.w. der Hilfeleistung, es sei denn, er bringt seinen Kontostand innerhalb von sechs Monaten ins Gleichgewicht.

Es ist angebracht, den Kontostand auf Null zu bringen, falls man aus der ZB austreten will.

 

Das für die Kontoführung verantwortliche Personal kann sich weigern, eine Hilfe zu buchen, die aus gesetzlichen oder anderen Gründen unangemessen erschein. Der Betreffende kann beim Vorsitzenden der ZB Beschwerde einlegen.

 

Nach dem Tod eines Mitgliedes kann die ZB zur Klärung der Verfügungsberechtigung notwendige Dokumente verlangen. Wenn das Zeitguthaben nicht an einen Ehepartner oder einen Lebensgefährten innerhalb eines Jahres übertragen werden kann b.z.w. wenn kein solcher Partner vorhanden ist, fällt das Zeitguthaben an das Sozial- oder Verwaltungskonto der ZB.

 

 

Für Euroguthaben haftet die Bank, mit der die ZB zusammenarbeitet. Für angesparte Zeitguthaben kann die ZB keine Einlagerungssicherung im Sinne einer Garantiemäßigen Haftung übernehmen. In einem solchen Fall muß die ZB bitten, darauf zu vertrauen, dass in Zukunft neue Mitglieder wieder Zeitstunden erbringen werden.

Die ZB kann und will die vorhandenen Wirtschaftsstrukturen nicht ersetzen - aber sie ergänzt diese sinnvoll und erreicht dabei auch die Menschen, die nur noch bedingt in das gesellschaftliche Leben integriert sind.